Sichere & lebenswerte Räume

Öffentliche Plätze, Beleuchtung, Stadtplanung und Wohnen aus der Perspektive von Frauen und Sicherheitsbedürfnissen.

Das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum ist für Frauen in Städten eine alltägliche Frage. Schlecht beleuchtete Unterführungen, unübersichtliche Parkhäuser, abgelegene Haltestellen – solche Orte schränken die Bewegungsfreiheit von Frauen real ein und beeinflussen, welche Wege sie gehen, zu welchen Uhrzeiten sie sich bewegen und wie sie städtische Infrastruktur nutzen. Gendergerechte Stadtplanung setzt genau hier an: Sie analysiert, welche räumlichen Strukturen Unsicherheit erzeugen, und entwickelt Lösungen, die allen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern zugutekommen.

Von der Angstraum-Analyse zur gestalteten Stadt

Bereits in den 1990er-Jahren entwickelten Städte wie Toronto und Wien Methoden zur sogenannten Angstraum-Analyse – strukturierte Begehungen, bei denen Frauen gefährlich wirkende Orte im Stadtraum identifizieren. Daraus entstanden Planungsprinzipien wie die 5-Sinne-Regel: Ein sicherer Ort muss gut einsehbar, beleuchtet, belebt, erreichbar und kommunizierbar sein. Heute fließen diese Erkenntnisse in Bebauungspläne, Wohnbauförderungen und Freiraumgestaltungen ein.

Diese Kategorie beleuchtet die Schnittstelle von Stadtplanung, Architektur und Alltagserfahrung von Frauen. Sie zeigt, welche Maßnahmen wirksam sind, welche Städte Vorbild sind und wie Bürgerinnen aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitwirken können.